Bericht in der Laborpraxis

Automatisierte Pyrolyse-GC zur effizienten Polymeranalyse

Experten von Dow haben gemeinsam mit Applikationschemikern von GERSTEL ein neues Verfahren entwickelt, um Struktur und Aufbau von Polymeren auf effiziente Weise zu untersuchen, Ihr Ansatz: Die Pyrolyse findet direkt im Aufgabesystem des GC-MS/FID-Systems statt. Die Fachzeitschrift LaborPraxis berichtet darüber in der Ausgabe Oktober 2009.

Zur Untersuchung von Polymerstrukturen ist die Pyrolyse-GC ein wichtiges Werkzeug. Die Pyrolyse erfolgt dabei meist mit Hilfe von Curie-Punkt-Pyrolysatoren oder in Mikroöfen auf der Basis von Wiederstandsheizungen - Verfahren, die zusätzliche Investitionen und Arbeitsschritte erfordern.

Eine effizientere, technisch weniger aufwändige und kostengünstigere automatisierte Alternative haben die Chromatographie-Experten von Dow und GERSTEL entwickelt: Polymere und Copolymere wurden in Form von Emulsionen oder Lösungen direkt in die Hochtemperaturvariante des GERSTEL-KaltAufgabeSystems KAS 6 injiziert und dort temperaturprogrammiert pyrolysiert, im GERSTEL-CryoTrapSystem cryofocussiert und per GC/MS oder GC/FID analysiert.

Die Methode zeichnet sich unter anderem durch eine ausgezeichnete Präzision aus und erlaubt die Qualifizierung interessanter Komponenten im Rahmen eines Screening wie auch deren sichere und sensitive Quantifizierung.

LaborPraxis 10/2009, S. 34-36