25 Jahre Kaltaufgabesystem KAS

1980-1985

1980

Unterstützung in Technik und Anwendung
Wer Anwender im Labor erfolgreich unterstützen will, sollte technisch brillant sein und auch ihre Sprache sprechen. Eberhard Gerstel holt sich Chemiker und Chemieingenieure ins Team. Während die Feinmechaniker die Gaschromatographen der Kunden auf Hochtouren bringen, entwickeln die Wissenschaftler im Labor die passenden Analysenmethoden. Das Engagement kommt an: GERSTEL kann mehr, als Gaschromatographen „tunen“!

1984

Durch Kaltaufgabe an die Weltspitze
Agilent Technologies (damals unter dem Namen Hewlett Packard – HP – firmierend) bringt mit dem 5880 GC das erste programmierbare, mikroprozessorgesteuerte Analysengerät auf den Markt. Das Unternehmen erkennt die Zeichen der Zeit, den Trend zur Vereinheitlichung und Automatisierung und damit die Rolle, die der Computer künftig in der Analysentechnik spielen wird. Mit Einführung des 5890 GC im Jahre 1984, des ersten Gaschromatographen, der per se für den Einsatz so genannter Fused-Silica-Kapillarsäulen ausgelegt ist, rückt Agilent an die Weltspitze der GC-Hersteller.
Dennoch besitzt das GC-System eine Schwachstelle, die Anwender beklagen: Die Probe, eine Flüssigkeit etwa, wird mit einer speziellen Spritze direkt in den heißen Injektor eingespritzt, wo sie unkontrolliert verdampft. Während leichtflüchtige Bestandteile rasch in die Gasphase übergehen, können hochsiedende Komponenten an der Nadelspritze hängenbleiben, kondensieren und verloren gehen.
Die Lösung für dieses Dilemma liefert GERSTEL: Das Unternehmen entwickelt das KaltAufgabeSystem (KAS), mit dem sich, wie der Name schon andeutet, die Probe kalt aufgeben und schließlich durch langsames Hochfahren der Temperatur aufheizen und kontrolliert verdampfen lässt. Es ermöglicht zudem, gasförmige Proben anzureichern sowie anstelle weniger Mikroliter große Mengen Probe aufzugeben (LargeVolume-Injektion): Das Lösemittel wird ausgeblendet, das heißt entfernt, die Komponenten werden angereichert und somit die Empfindlichkeit der Messung erhöht. Das KAS entwickelt sich zum weltweit erfolgreichsten und meistverkaufte Injektor für die Kaltaufgabe in der GC. 1989 erhält Eberhard Gerstel für das KAS den Umweltschutzpreis des nordrhein-westfälischen Handwerks.
 

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