GERSTEL auf der analytica 2010
22. Internationale Leitmesse für instrumentelle Analytik, Labortechnik und Biotechnologie
23. - 26. März 2010
Messe München
Nachfrage übertrifft alle Erwartungen
GERSTEL konnte auf der analytica 2010 in München den bislang größten Erfolg seit Beginn der Teilnahme des Unternehmens an der Leitmesse der internationalen Analytik-Branche einfahren.
Es brauchte etwas Zeit, um die persönlichen Eindrücke mit Fakten zu untermauern. „Nach Auswertung unserer Messedokumentationen haben wir es nun schwarz auf weiß“, freut sich Eberhard G. Gerstel: Das Unternehmen konnte auf der analytica 2010 das bislang beste Ergebnis seit Beginn der Teilnahme des Unternehmens an dieser Leitmesse der internationalen Analytik-Branche einfahren. Auch wenn es bei den Vorbereitungen etwas hektisch zugegangen sei, weil das Unternehmen zwei Wochen zuvor seine Produktneuheiten auch auf der PittCon in den USA vorgestellt habe: „Alle im Unternehmen haben Hand in Hand gearbeitet und an einem Strang gezogen und so das Beste herausgeholt“, zeigt sich der geschäftsführende Gesellschafter zufrieden. Obendrein bestätige das Resultat auf der analytica 2010 den seit Jahren konsequenten positiven Trend des Unternehmens.

Neu gestalteter Messestand forciert den fachlichen Diskurs
GERSTEL präsentierte sich und seine Innovationen auf der diesjährigen analytica auf einem neu gestalteten Messestand, der, durch zwei sechs Meter hohe Eckflanken markiert, einem großzügig angelegten Forum glich, das Kunden, Interessierten und Freunden des Unternehmens viel Platz für den fachlichen Diskurs bot. Offenkundig habe das neue Besucher-Leitsystem, das die am Rande des Forums ausgestellten Produkt-Highlights den Zielmärkten des Unternehmens zuordnete, seine Aufgabe erfüllt: „Bereits vor der Gespräch mit einem Mitglied unseres Standpersonals konnten sich Besucher ihren individuellen Vorstellungen entsprechend auf dem Messestand orientieren und ihre Anfragen am Gerät präzisieren“, bemerkt Ralf Bremer, GERSTELs technischer Geschäftsführer.
Erweitertes Spektrum zur automatisierten Probenvorbereitung
„Rund 80 Prozent der Besucher kamen mit klaren Vorstellungen an den Stand“, berichtet Eberhard G. Gerstel. Nach Auswertung der Gesprächsnotizen ließ sich ein thematischer Trend deutlich abzeichnen: „Im Vordergrund der Standbesucher stand der Wunsch nach einer umfangreichen, effizienten und automatisierten Probenvorbereitung im Vorfeld der GC und LC“, berichtet der geschäftsführende Gesellschafter. Das sei jedoch zu erwarten gewesen, schließlich sei das Unternehmen weltweit bekannt für seine innovativen Probenvorbereitungslösungen.
Wie in den zurückliegenden Jahren konnte GERSTEL sein Publikum auch auf der diesjährigen analytica mit Extraktionstechniken wie der automatisierten Festphasenextraktion (SPE) oder der Dynamischen-Headspace-Technik (DHS) sowie der StirBarSorptiveExtraction (SBSE) mit dem GERSTEL-Twister herausragende Produkt-Highlights präsentieren. Im Vordergrund standen neue Geräte und Systeme, die das Spektrum an Probenvorbereitungsmöglichkeiten, realisiert mit dem GERSTEL-MultiPurposeSampler (MPS), nachhaltig und effizient erweitern. Zu erwähnen ist hier u.a. die Einbindung einer Zentrifuge, etwa zur Optimierung von Flüssig-Flüssig-Extraktionen, oder die Option, künftig auch automatisiert hunderte Proben in einem Arbeitsgang auch leichte und unkomplizierte Art und Weise in der GERSTEL-ThermalDesorptionUnit (TDU) pyrolytisch zu zersetzen, um dann unmittelbar die Pyrolyseprodukte gaschromatographisch zu untersuchen.
Auf effiziente Weise mehr Informationen aus der Probe ziehen
Ein besonderes Augenmerk zogen Produktneuheiten auf sich, die es dem Anwender erlauben, auf einfache und effiziente Weise seine Informationen über die Inhaltstoffe einer Probe zu vertiefen: „Das patentierte GERSTEL-Selectable-1D/2D-GC/MS- System erlaubt sowohl die eindimensionale wie auch die zweidimensionale GC/MS-Analytik auf einem Gerät – und zwar ohne Umbau“, freut sich Ralf Bremer. Der Anwender wechselt dank innovativer MAESTRO-Steuersoftware per Mausklick zwischen 1D- und 2D-Betrieb. Für beide Dimensionen werden dieselben Detektoren verwendet, sogar die Anreicherung multipler Heart-Cuts für den Nachweis von Spurenkomponenten ist möglich. Für die LC/MS hatte GERSTEL ein besonderes Schmankerl ausgestellt: der GERSTEL-LC/MS-EffluentOptimizer (LEO), der „die perfekte LC-Trennung kombiniert mit hocheffizienter Ionisierung und den bestmöglichen MS-Nachweisgrenzen“, erklärt Ralf Bremer.
Erstmals Eberhard-Gerstel-Preis verliehen
„Wir sind sehr glücklich über die große Resonanz, die Nachfrage und den Zuspruch seitens der Standbesucher“, sagt Eberhard G. Gerstel. Ebenso erfreut sei man darüber, das auf der analytica 2010 im Rahmen der analytica conference erstmals der von GERSTEL gestiftete und von der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) ausgeschriebene, mit 2000 Euro dotierte Eberhard-Gerstel-Preis für herausragende Leistungen in den analytischen Trenntechniken verliehen wurde, gibt der Geschäftsführer zu verstehen.
Träger des ersten Eberhard-Gerstel-Preises ist Dr. Jens Künnemeyer (Jahrgang 1979). Der talentierte Nachwuchswissenschaftler erhielt die Auszeichnung für seine herausragenden Arbeiten auf dem Gebiet der ICP-MS-gekoppelten Hydrophilen Interaktionschromatographie (HILIC). Auf der Suche nach einer spezialisierten und effizienten Trenntechnik, mit der sich Gadolinium- (Gd) basierte Kontrastmittel u.a. in Abwasserproben nachweisen lassen, entwickelte Künnemeyer eine ICP-MS-gekoppelte HILIC-Methode. Gd-basierte Kontrastmittel werden in der Regel im Rahmen von Kernspintomographischen Untersuchungen (MRT) eingesetzt. Bei Patienten, die an einer Niereninsuffizienz leiden, wurde dabei vermehrt zum Teil letalverlaufende Nebenwirkungen diagnostiziert, die sich auf eine Vergiftung mit Gadolinium zurückführend lässt; Gadolinium gehört zu den Lanthanoiden und ist in freier Form akut toxisch. In den zugelassenen Kontrastmitteln liegt es in komplexierter Form vor und ist somit im Allgemein für die MRT-Patienten gut verträglich.
