Innovativ und umweltfreundlich

Wo GERSTEL draufsteht, ist auch GERSTEL drin. Innovativ und zukunftsträchtig erweisen sich die Produkte und Systemlösungen des Unternehmens. Sie lassen Anwender im Labor effizient und flexibel agieren, steigern die Produktivität und helfen, Zeit, Geld und teils umweltbelastende Lösemittel einzusparen. Nun wurde die Wirtschaftlichkeit und Umwelt-verträglichkeit auch der neuen Firmenzentrale von der Energie Agentur-NRW gelobt: Sie kürte das neue GERSTEL-Gebäude sogar zum „Haus des Monats“.

Als GERSTEL im Jahre 2004 den Neubau seiner neuen Firmenzentrale zu planen begann und die Themen „Strom“, „Heizung“ und „Raumklima“ auf der Tagesordnung standen, kamen rasch alternative Möglichkeiten der Energieversorgung ins Gespräch. „Klima- und Umweltschutz ist für uns gelebte Firmenphilosophie“, sagen Holger Gerstel und Eberhard G. Gerstel, die geschäftsführenden Gesellschafter. Diese Sicht auf die Dinge zeige sich unter anderem an den Produkten und Systemlösungen für die GC (GC/MS) und LC (LC/MS), die das Unternehmen entwickelt, herstellt und vertreibt. Ziel sei es, fügt Geschäftsführer Ralf Bremer hinzu, „den Anwender flexibel, effizient und produktiv zu machen, gleichzeitig aber auch die Analyse möglichst umwelt- und arbeitsplatzverträglich zu gestalten“.

Umweltschutz Teil der Firmenphilosophie.

Die Haltung des Unternehmens in puncto Umweltschutz spiegelt sich auf allen Ebenen wider. „Wir produzieren unter ökonomischen und ökologischen Gesichtspunkten, im Übrigen ausschließlich in Deutschland, und sind stets bemüht, ein Schwergewicht auf den nachhaltigen Umgang mit begrenzt vorhandenen natürlichen Ressourcen zu legen“, erklärt Eberhard G. Gerstel. Das betreffe den Verbrauch von Papier und Kraftstoff genauso wie den Einsatz von Licht- und Wärmeenergie. Eine Wärmepumpe, die mit Erdwärme gespeist wird, liefert die Energie für die Heizung und Warmwasserversorgung der im Herbst 2007 am Eberhard-Gerstel-Platz 1 in Mülheim an der Ruhr bezogenen neuen Firmenzentrale. „Die Wärmepumpe deckt rund die Hällfe des gesamten Wärmebedarfs auf umweltfreundliche Weise“, rechnet Holger Gerstel vor. Um Spitzenbelastungen auszugleichen, wird bei Bedarf ein Erdgas-Brennwertkessel zugeschaltet. Im Sommer dient die Flüssigkeit des Solekreislaufs der 14 in 130 Meter Tiefe liegenden Erdwärmesonden, um das Gebäude energetisch günstig zu kühlen. „Um einen Kühleffekt von 20 Kilowatt zu erzeugen“, beschreibt der Geschäftsführer, „braucht nur ein Kilowatt Strom für die Umwälzpumpe aufgebracht zu werden.“ Die Beleuchtungstechnik, der größte Energiefresser in einem Unternehmen, wurde nach modernsten umwelttechnischen Standards ausgewählt. „Wir haben ein System installiert“, schildert Holger Gerstel, „mit dem sich die Beleuchtungsleistung von ursprünglich 30 W/m3 auf etwa 15 W/m3 halbieren lässt – bei gleicher Beleuchtungsstärke.“ Das gelang durch den Einbau energiesparender T5-Leuchtstofflampen, die dank elektronischer Vorschaltgeräte und Reflektoren besonders effizient arbeiten. Die Einstellung der Beleuchtung erfolgt vollautomatisch: sensorgestützt und softwaregesteuert nach Maßgabe optimaler Lux-Werte. Bei ausreichendem Einfall von Tageslicht wird die Beleuchtung automatisch gedimmt und die Lichtstärke den Erfordernissen angepasst; eine Sonnenschutzverglasung und innenliegende Jalousien tuen ihr Übriges dazu. „Wenn sich niemand im Raum aufhält“, ergänzt Holger Gerstel, „schaltet sich die Beleuchtung dank installierter Präsenzmelder nach kurzer Zeit automatisch ab.“

Mehrausgaben sinnvoll und vertretbar

Die Sorge ums Klima, steigende Preise und schwindende Ressourcen lassen verantwortungsbewusste Unternehmer umdenken. „Im eigenen Interesse wie im Interesse der Allgemeinheit gilt es, Einsparpotenziale zu identifizieren und zu erschließen“, rechtfertigt Holger Gerstel die Mehrausgaben des Unternehmens von rund 65.000 Euro für die Beleuchtungstechnik sowie rund 290.000 Euro für Wärmepumpe und Fußbodenheizung. Mehrausgaben, die sich allerdings rechnen, wie der Geschäftsführer betont: Das Unternehmen spare jährlich 45.000 Euro an Energiekosten ein, was bedeute, dass die Ausgaben innerhalb von acht Jahren wieder ausgeglichen seien. Die Umwelt profitiere bereits vom ersten Tag an, wie Eberhard G. Gerstel vorrechnet: „Durch die realisierten Maßnahmen in der Haus- und Gebäudetechnik und der damit verbundenen Einsparung an fossilen Brennstoffen konnte GERSTEL den Ausstoß an Kohlendioxid um insgesamt 41.000 kg pro Jahr senken“, bilanziert der Geschäftsführer.