Bericht in der Laborpraxis
Nachweis von Tabakadditiven
mittels GERSTEL-HS-SPME
Wissenschaftler am Institut für Rechtsmedizin der Charité in Berlin haben in Zusammenarbeit mit Kollegen aus der Schweiz eine Methode entwickelt, um Additive in Tabak wirksam und sicher zu bestimmen. Die Fachzeitschrift LaborPraxis berichtet darüber in der Ausgabe Mai 2009.
Wie auch immer man die Sache sehen mag: Tabak darf von Rechtswegen chemische Zusätze enthalten. Über das toxische Potenzial der verwendeten Additive gibt es in Expertenkreisen unterschiedliche Meinungen. Der Rechtsmediziner Prof. Fritz Pragst von der Charité in Berlin und einige Kollegen aus der Schweiz vertreten jedenfalls die Auffassung, dass unter anderem aus gesundheitlicher Sicht eine chemische Analyse der Zusätze erforderlich sei.
Da es sich bei den Tabakadditiven um eine große Bandbreite chemisch durchaus sehr divergenter Stoffe handelt, erweist sich die Analyse als schwierig. Zumindest könne man sie nicht trivial nennen, wie der Wissenschaftler im Gespräch mit GERSTEL sagt.
Nach langen Experimenten wurde schließlich eine HS-SPME-GC/MS-Methode entwickelt und etabliert, mit der sich rund 90 häufig eingesetzte Tabakadditive sicher und sensitiv analysieren lassen.
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LaborPraxis 5/2009, S. 40-42 |


